Standortentwicklung

Vernetzung und Gestaltung von Mobilitätsräumen

Standortentwicklung beschäftigt sich mit der Ausprägung, Genese und Transformation von urbanen Räumen und ist eng mit der Entwicklung von Verkehrssystemen vernetzt. Die Gestaltung dieser räumlichen Entwicklung betrachtet dabei die Gesamtheit der strukturellen Elemente und deren Fügungs, Prozess- und Akteurs-Konstellationen in einem funktional abgegrenzten Raumzuschnitt.

Standortentwicklung bewegt sich stets zwischen den Kräften der Diversifizierung und der Spezialisierung, so dass an bestimmten Orten zum einen vielfältige Aktivitäten ermöglicht werden, zum anderen räumliche Cluster für optimierte Wertschöpfungsketten entstehen.

Die Vernetzung der Standorte überwindet die Abgrenzungen zwischen bebautem und unbebautem Raum, zwischen unterschiedlichen Maßstabsebenen, administrativen Territorien und Kompetenzen. So werden in formellen und informellen Prozessen der Raumproduktion auf der Ebene der Metropolregionen polyzentrische Stadträume mit ländlich geprägten Kulturlandschaften verbunden. Mit der Erreichbarkeitsplanung rücken die Zusammenhänge zwischen den Verkehrsnetzen und der Standortentwicklung in den Betrachtungsfokus und decken die Potenziale einer integrierten  Flächennutzungs- und Verkehrsplanung auf.

Die Mobilitätsräume wirken dabei als Integrator über die verschiedenen Maßstabsebenen hinweg. In Straßenräumen müssen die unterschiedlichen Anforderungen an die Verbindungsqualität, die Erschließung und die Aufenthaltsfunktion abgewogen werden. Die experimentelle Transformation von Straßen und Plätzen ist eine Aufgabe, welche die sektoralen Perspektiven der jeweiligen Disziplinen miteinander in Verbindung setzt und damit zum systematischen Wandel der urbanen Mobilität beiträgt.